Nach den Top 3 Gitarren gibts passend dazu ein paar Infos zu den Tonabnehmern. Die Abnahme einer Akustikgitarre für die Bühne ist immer mit Kompromissen beim Ton verbunden, denn man will ja, dass sie abgenommen genauso klingt wie akustisch - nur lauter. Der unplugged Ton ist also Referenz, anders als bei der E-Gitarre wo der Pickup den Sound einfach mitformt und wo der unverstärkte Ton dem Tonabnehmer egal ist. Am besten ist dies von einem oder mehreren guten Mikrofonen zu bewältigen, wie es auch im Studio gemacht wird. Will man aber live spielen, haben die Mikros den Nachteil, dass sie sehr schnell rückkoppeln und man nur sehr leise spielen kann (nicht der Sinn der Abnahmeübung ;D). Ausserdem schränken sie die Bewegungsfreiheit ein und sind nicht förderlich für eine gute Bühnenperformance. Deshalb haben sich für diese Aufgabe die folgenden drei Arten von Tonabnehmern bewährt: Piezos* (werden unter den Sattel geklemmt), Transducer (werden unter die Decke geklebt) und magnetische Tonabnehmer, wie bei der E-Gitarre (werden meist ins Schalloch geklemmt). Jedes System hat natürlich verschiedene Vor- und Nachteile und deshalb verwenden viele Akustikprofis mehrer unterschiedliche Tonabnehmer in einer Gitarre, die dann zu einem möglichst natürlichen Gesamtsound zusammengemischt werden. Ich habe versucht die Stärken und Schwächen der verschiedenen Systeme kurz zu umreißen:
Piezos (und andere Abnehmer die unter den Sattel geklemmt werden)
+ Durchsetzungsfähiger Sound. Ist im Bandgefüge immer gut zu hören.
+ Ist in vielen Gitarren schon ab Werk zu haben.
+/- Ist nur mittelmäßig Feedback anfällig (anfälliger als der magnetische, aber nicht so anfällig wie Mikros und Transducer)
+/- Ist der mit Abstand beliebsteste Akustiktonabnehmer
- Kann etwas dünn und nasal klingen, man spricht vom Piezoquack (gilt leider auch für Nichtpiezos unter dem Sattel)
- Wenn der Einbau nicht gut gemacht wird gibt es Lautstärkenunterschiede der Saiten und einen dünnen, unschönen Ton
Beispiel für einen guten Piezosound (und einen großartigen Song):
Magnetische Tonabnehmer
+ Warmer Ton mit viel Dynamik (kein Piezoquack und Kompression)
+ Einfacher Einbau
+ Am wenigsten anfällig für Feedback
- Kann zu "elektrisch" klingen
Beispiel für einen guten Magnetischen Ton:
Transducer
+ Natürlicher Sound
+ Kommt dem Mikrofonklang recht Nahe
+/- Relativ unkomplizierter Einbau (man muss nur die richtige Stelle finden wo er am besten klingt)
- Feedbackanfällig
- Kann sehr bassig undifferenziert klingen und setzt sich nicht gut in einer Band durch (eher was für den Solokünstler)
Ein gutes Beispiel hab ich leider nicht gefunden, wer eins kennt sagt mir bitte bescheid, dann trage ich es nach.
Genauso viel Einfluss wie der Tonabnehmer hat übrigens auch der Vorverstärker oder Preamp. Am besten ist man beraten wenn man sich für den entscheidet den der Hersteller empfielt/dazu anbietet.
Hoffe ich konnte ein wenig Klarheit ins Tonabnehmerwirrwarr bringen.
Gruß
Ben
*Es gibt auch Transducer die unter den Sattel geklemmt werden, aber der Einfachheit halber habe ich sie zu den Piezos gepackt
Dienstag, 26. April 2011
Montag, 25. April 2011
Sonntag, 24. April 2011
Gute Akustikgitarren im mittleren Preissegment
Wer möglichst viel Gitarre für möglichst nicht zu viel Geld haben möchte hat Glück im 21sten Jahrhundert zu leben. Dank der der Globalisierung und unserer freien Marktwirtschaft bekommen wir ein Instrument, für das Opa ein halbes Vermögen ausgeben musste (oder das einfach nicht erhältlich war) zu einem Bruchteil des Preises. Da ich zwischendurch nach Kaufhilfen gefragt werde hab ich mich entschieden meine Erfahrung und Meinung hier zu teilen.
Eine Sache vorweg: Alles unter 200 Euro ist Schrott. Wenn dir das Gitarrenspiel nicht so viel wert ist, dann such dir ein anderes Hobby. Darüber gibt es dann einige Marken, die brauchbare Instrumente anbieten. Ich hab schon gute Gitarren von Cort, Crafter, LAG und Art&Lutherie angespielt. Wichtig ist, dass die Gitarre eine massive Decke hat und kein Furnier. Einfaches Erkennungsmerkmal - Wenn die Decke massiv ist, hat der Hersteller dies angegeben, wenn nicht dann sagt er nichts dazu. Am besten ist es die Gitarre anzuspielen und mit anderen zu vergleichen. Wenn man noch gar keine Erfahrung hat nimmt man jemanden mit, der Klang und Bespielbarkeit beurteilen kann oder lässt sich vom Ladenpersonal die Gitarren vorführen.
Ein paar Marken hab ich noch nicht genannt. Die hab ich mir für meine Top 3 der Budgetakustiks aufgehoben. Da sind sie:
1. Die Seagull S6- Massive Zederndecke und ein kraftvoller aber denoch fein zeichnender Klang - Ich mag diese Gitarre wirklich sehr und kann sie guten Gewissens empfehlen. Ich selbst habe die 12-saitige Version und bin völlig zufrieden mit ihr. Hatte damals alle(!!!) 12-Saiter unter 1000 Euro angespielt und die Seagull lag mit Abstand vorn. Die S6 ist genauso gut und für ca. 420 Euro ohne Tonabnehmer zu haben. Will man einen Tonabnehmer muss man nochmal 100 Euro drauflegen.

2. Die Ibanez Artwood AW3000NT - Wie macht Ibanez das - Eine Gitarre mit massiver Fichtendecke, super Klang und Bespielbarkeit, inkl. Tonabnehmer und ohne Erkennbare Nachteile für 430 Euro? Gute Gitarre.
3. Irgendwas von Yamaha ab 400 Euro - Ich habe keine Lieblingsmodelle von Yamaha, aber ich habe festgestellt dass man mit dieser Marke wenig falsch machen kann (ab 400 Euro! - die Billiggitarren von Y. sind der reinste Schrott!). Nähert man sich gar der 1000 Euro Marke bekommt man wirkliche Weltklasse Instrumente zum halbe Preis der amerikanischen Großen.
Eine Sache vorweg: Alles unter 200 Euro ist Schrott. Wenn dir das Gitarrenspiel nicht so viel wert ist, dann such dir ein anderes Hobby. Darüber gibt es dann einige Marken, die brauchbare Instrumente anbieten. Ich hab schon gute Gitarren von Cort, Crafter, LAG und Art&Lutherie angespielt. Wichtig ist, dass die Gitarre eine massive Decke hat und kein Furnier. Einfaches Erkennungsmerkmal - Wenn die Decke massiv ist, hat der Hersteller dies angegeben, wenn nicht dann sagt er nichts dazu. Am besten ist es die Gitarre anzuspielen und mit anderen zu vergleichen. Wenn man noch gar keine Erfahrung hat nimmt man jemanden mit, der Klang und Bespielbarkeit beurteilen kann oder lässt sich vom Ladenpersonal die Gitarren vorführen.
Ein paar Marken hab ich noch nicht genannt. Die hab ich mir für meine Top 3 der Budgetakustiks aufgehoben. Da sind sie:
1. Die Seagull S6- Massive Zederndecke und ein kraftvoller aber denoch fein zeichnender Klang - Ich mag diese Gitarre wirklich sehr und kann sie guten Gewissens empfehlen. Ich selbst habe die 12-saitige Version und bin völlig zufrieden mit ihr. Hatte damals alle(!!!) 12-Saiter unter 1000 Euro angespielt und die Seagull lag mit Abstand vorn. Die S6 ist genauso gut und für ca. 420 Euro ohne Tonabnehmer zu haben. Will man einen Tonabnehmer muss man nochmal 100 Euro drauflegen.
2. Die Ibanez Artwood AW3000NT - Wie macht Ibanez das - Eine Gitarre mit massiver Fichtendecke, super Klang und Bespielbarkeit, inkl. Tonabnehmer und ohne Erkennbare Nachteile für 430 Euro? Gute Gitarre.
3. Irgendwas von Yamaha ab 400 Euro - Ich habe keine Lieblingsmodelle von Yamaha, aber ich habe festgestellt dass man mit dieser Marke wenig falsch machen kann (ab 400 Euro! - die Billiggitarren von Y. sind der reinste Schrott!). Nähert man sich gar der 1000 Euro Marke bekommt man wirkliche Weltklasse Instrumente zum halbe Preis der amerikanischen Großen.
Freitag, 15. April 2011
Goodbye GEM Saturn B50
Trenne mich hier von einem alten Verstärker, dem (völlig unbekannten) GEM Saturn B50. Hab ihn erst vor kurzem gekauft und er gefällt mir auch ziemlich gut, aber ich hab schon soo viel Zeug und z. Z. ist mir das Geld lieber ;D
Hab noch ein kurzes Demo geschossen bevor er mich verläßt:
Für die Gearheads unter euch - er hat eine ECC83 in der Vor- und vier EL84 Röhren in der Endstufe und liefert ca. 30 Watt. Soundlich gehts ziemlich in die britische Richtung und er kann Beatles, Led Zep, AC/DC usw. ziemlich gut. Klingt alt und das ist gut so.
Großartig
Ben
Hab noch ein kurzes Demo geschossen bevor er mich verläßt:
Für die Gearheads unter euch - er hat eine ECC83 in der Vor- und vier EL84 Röhren in der Endstufe und liefert ca. 30 Watt. Soundlich gehts ziemlich in die britische Richtung und er kann Beatles, Led Zep, AC/DC usw. ziemlich gut. Klingt alt und das ist gut so.
Großartig
Ben
Freitag, 1. April 2011
Makaber
"Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verteidigte bei einem Besuch in Tokio die Atomenergie als wichtiges Instrument zum Klimaschutz."
www.focus.de/panorama/welt/erdbeben...
www.focus.de/panorama/welt/erdbeben...
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