Dienstag, 9. August 2011

Meine Partscaster/ Review Tonabnehmer - Leosounds 1962 ST Overwound

Seit ca. 3 Jahren lag bei mir schon dieser alte cremeweiße Stratkorpus herum. Er war schonmal Teil einer HH-Strat gewesen, aber dann ist mir der Stratsound irgendwann auf die Nerven gegangen, ich hab die Gitarre auseinandergebau und verschiedene Teile benutzte um meinem kleinen Bruder eine E-Gitarre zusammenzubasteln. Der Korpus blieb über und zierte seitdem meine Wohnung.
In letzter Zeit hab ich wieder angefangen am Stratsound gefallen zu finden, wofür unter anderem so Leute wie Chuck Hall und Crispian Mills verantwortlich sind. Also hab ich mich in diesem Jahr ans Werk gemacht um die Strat wieder zusammenzubauen. Das ging nicht ganz reibungslos von statten, denn zunächst hab ich (vom lippischen Sparfuchs geritten) mir einen Hals von Dr. Parts für unglaublich günstige 50 Euro bestellt. Als ich ihn dann verbaut hab, hab ich gemerkt wie dieser Preis zustande kommt. Der Hals ist unmöglich Bundrein zu kriegen, weil die Bünde und der Sattel nicht die richtigen Abstände haben - der letzte Sch***. Hab mir dann einen bebrauchten Fender Mexico Hals geschossen und mich geärgert, dass ich da nicht schon vorher drauf gekommen bin. An Hardware hab ich Kluson Vintage Tuner und ein hervorragendes Wilkinson Tremolo mit 2-Punktaufhängung verbaut was zum Resultat hat, dass diese Strat der Tele in Sachen Stimmstabilität in nichts nachsteht, und das trotz regelmäßigem, fröhlichen Tremolierens.

So, und nun zu den Innereien - den Pickups. Nachdem ich bei meiner Paula und der Tele richtig gute Erfahrungen mit den handgewickelten Leosounds Tonabnehmern gemacht hab, bin ich dabei geblieben und hab mir für die Strat das 1962 Overwound Set bestellt - eine gute Entscheidung. Eingebaut, Höhe eingestellt, losgespielt und wohlgefühlt! Genauso muss ein Stratpickup klingen. Die Pickups haben genau den Schneid, die Klarheit und diese Obertöne, die man an einer Strat so mag. Trotzdem klingen sie nie schrill oder harsch, denn das ganze wird mit einem schön warmen Bassfundament unterfüttert. Das was mir an den meisten Fenderpickups auf die Nerven geht, diese penetrante, überbetonte Hochmittenfrequenz, ist bei diesen Pickups nicht vorhanden und man kann die Gitarre schön aufdrehen ohne gleich Kopfschmerzen zu kriegen. Alle fünf Schalterpositionen bringen schön unterschiedliche Sounds rüber und sind echt brauchbar (auch die Bridge ;D). Je nach Verstärker und Einstellung kann ich so verschiedene klassische Gitarrensounds erziehlen, von Hank Marvin und Beatles über Dick Dale bis hin zu SRV und natürlich Hendrix ist alles drin. Das zweite Tonepoti hab ich mit dem Bridgepickup belegt, so dass ich mit ein wenig Potiarbeit einen fetten Rocksound hinbekomme, der trotzdem das drahtige, fenderige nicht verliert. Überhaupt arbeite ich bei der Strat mehr mit den Tonepotis als bei meinen anderen Gitarren und bin wirklich vielseitig unterwegs. Das heißt nicht, dass sie nach Tele oder gar Gibson klingt. Das Stratartige kommt immer durch, aber durch etwas Schalter und Potiarbeit kann es an viele Situationen angepasst werden.
Eine Probe und einen Gig hat die Gitarre nun auch gemeistert und beides mal gab es nette Worte vom Tontechniker und von den Zuhörern. Sogar ein Nichtgitarrist hat meinen 'Claptonton' gelobt - nice.

Fazit: Dann bin ich jetzt also auch unter die Stratspielern gegangen, na ja es gibt schlimmeres ... Vielen Dank Herr Fender für dieses großartige Gitarrenmodel und vielen Dank Herr Pantleon für die hervorragenden Tonabnehmer (die Besten!).
Ben

Donnerstag, 4. August 2011

Schweden und die Gearseite

1. Die Gearseite ist aktualisiert. Klickst du hier.

2. Schweden war richtig gut - Elche suchen, angeln, schwimmen, Vicky dabei, Blaubeeren sammeln, Blaubeerpfankuchen, Old American Cars fahren (!!!), Volvos ohne Ende, (nur) nette Schweden/innen, besonders unser Nachbar Ole, die groß(e/artige) Villa Lowar, Musikerfest in Orsa, Geburtsstadt von Hagström, Mooswanderungen, Elchfleisch grillen, Flußdurchquerungen, Markusevangelium durchgelesen, Lagerfeuer, Max Hamburgare, (täglich) Sauna, gute Leute um alles zu teilen.

Großartig,
Ben

Donnerstag, 21. Juli 2011

Montag, 18. Juli 2011

Was geht?

- Eine Woche noch, dann sind Ferien - DAS geht!

- In einer Woche bin ich in Schweden.

- Der Braunclan hat Nachwuchs bekommen. Die kleine Blonde wiegt in etwa 3,2 kg und hat jetzt schon eine Mensur von 648mm:


- Es handelt sich um eine sogenannte Partscaster, d. h. ich habe sie liebevoll aus Einzelteilen zusammengebastelt. Denn warum sollte man eine fertige Fender kaufen, die den besten Kompromiss von Preis und Leistung darstellt und die man dann mit tausend anderen Gitarristen teilt wenn man die perfekte Strat haben kann an der einem ALLES gefällt. Diese hat einen alten Squierbody, Fender Mex Neck, die hervorragenden Leosounds Pickups und ein Wilkinson Tremolo und spielt sich richtig gut.

- Vor gar nicht allzulanger Zeit konnte ich den Strats dieser Welt gar nichts abgewinnen, aber im Moment gibt es nichts schöneres als diesen süßen, zerbrechlichen und ehrlichen Klang und dank Leosound kommt der durch alle fünf Schaltungsmöglichkeiten richtig gut rüber. Kein Witz, das ist eine Strat mit einem spielbaren Stegtonabnehmer! Schätze beim Geschmack gibt es nichts absolutes ;D

- Hab letzten Freitag im Kaiserkeller mein Singer-Songwriter Programm gespielt und es war richtig gut. Für ein paar Lieder hatte ich Vicky dabei und dann gab es noch einen kurzen Gastauftritt von einem befreundeten E-Gitarristen (Kevin) - beides war richtig gut und hat dem Auftritt noch ein bisschen was draufgesetzt. Es hat richtig Spaß gemacht, da die Leute die Musik zu schätzen wußten und kräftig applaudiert und gelobt haben. Und jeute gabs dann noch eine nette Kritik von der lz (nur den Namen haben sie falsch geschrieben ;D):
 

- Hier gibts den Rest des Artikels.

- Das Singer-Songwriter-Board:


Soweit erstmal.
Ben

PS: Noch 5 mal schlafen, dann sind die großen Ferien. Und dann noch 42 mal schlafen, dann hab ich meine erste ganz eigene 5te Klasse - NICE.

Dienstag, 3. Mai 2011

sprachlos...

Was ist der Unterschied?

Dienstag, 26. April 2011

Tonabnehmer für Akustikgitarren

Nach den Top 3 Gitarren gibts passend dazu ein paar Infos zu den Tonabnehmern. Die Abnahme einer Akustikgitarre für die Bühne ist immer mit Kompromissen beim Ton verbunden, denn man will ja, dass sie abgenommen genauso klingt wie akustisch - nur lauter. Der unplugged Ton ist also Referenz, anders als bei der E-Gitarre wo der Pickup den Sound einfach mitformt und wo der unverstärkte Ton dem Tonabnehmer egal ist. Am besten ist dies von einem oder mehreren guten Mikrofonen zu bewältigen, wie es auch im Studio gemacht wird. Will man aber live spielen, haben die Mikros den Nachteil, dass sie sehr schnell rückkoppeln und man nur sehr leise spielen kann (nicht der Sinn der Abnahmeübung ;D). Ausserdem schränken sie die Bewegungsfreiheit ein und sind nicht förderlich für eine gute Bühnenperformance. Deshalb haben sich für diese Aufgabe die folgenden drei Arten von Tonabnehmern bewährt: Piezos* (werden unter den Sattel geklemmt), Transducer (werden unter die Decke geklebt) und magnetische Tonabnehmer, wie bei der E-Gitarre (werden meist ins Schalloch geklemmt). Jedes System hat natürlich verschiedene Vor- und Nachteile und deshalb verwenden viele Akustikprofis mehrer unterschiedliche Tonabnehmer in einer Gitarre, die dann zu einem möglichst natürlichen Gesamtsound zusammengemischt werden. Ich habe versucht die Stärken und Schwächen der verschiedenen Systeme kurz zu umreißen:

Piezos (und andere Abnehmer die unter den Sattel geklemmt werden)
+ Durchsetzungsfähiger Sound. Ist im Bandgefüge immer gut zu hören.
+ Ist in vielen Gitarren schon ab Werk zu haben.
+/- Ist nur mittelmäßig Feedback anfällig (anfälliger als der magnetische, aber nicht so anfällig wie Mikros und Transducer)
+/- Ist der mit Abstand beliebsteste Akustiktonabnehmer
- Kann etwas dünn und nasal klingen, man spricht vom Piezoquack (gilt leider auch für Nichtpiezos unter dem Sattel)
- Wenn der Einbau nicht gut gemacht wird gibt es Lautstärkenunterschiede der Saiten und einen dünnen, unschönen Ton

Beispiel für einen guten Piezosound (und einen großartigen Song):



Magnetische Tonabnehmer
+ Warmer Ton mit viel Dynamik (kein Piezoquack und Kompression)
+ Einfacher Einbau
+ Am wenigsten anfällig für Feedback
- Kann zu "elektrisch" klingen

Beispiel für einen guten Magnetischen Ton:



Transducer
+ Natürlicher Sound
+ Kommt dem Mikrofonklang recht Nahe
+/- Relativ unkomplizierter Einbau (man muss nur die richtige Stelle finden wo er am besten klingt)
- Feedbackanfällig
- Kann sehr bassig undifferenziert klingen und setzt sich nicht gut in einer Band durch (eher was für den Solokünstler)

Ein gutes Beispiel hab ich leider nicht gefunden, wer eins kennt sagt mir bitte bescheid, dann trage ich es nach.

Genauso viel Einfluss wie der Tonabnehmer hat übrigens auch der Vorverstärker oder Preamp. Am besten ist man beraten wenn man sich für den entscheidet den der Hersteller empfielt/dazu anbietet.

Hoffe ich konnte ein wenig Klarheit ins Tonabnehmerwirrwarr bringen.
Gruß
Ben

*Es gibt auch Transducer die unter den Sattel geklemmt werden, aber der Einfachheit halber habe ich sie zu den Piezos gepackt