Samstag, 30. Mai 2009

Mein Glaube

Mein Glaube an Jesus Christus bleibt Glaube, so lange ich auf dieser Erde lebe. Ich kann ihn niemandem beweisen, noch nicht einmal mir selbst. Und auch wenn das, was ich durch diesen Glauben erlebe, das Tiefste und Grundlegenste in meinem Leben ist, so kann ich es doch niemals festhalten. Der Glaube macht nicht immer Sinn, aber durch ihn macht alles andere Sinn. Ich könnte nicht ohne ihn Leben, das Leben wäre viel zu grausam und sinnlos.

"Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehen kann."
(Clive Staples Lewis)

Leo N. Tolstoi über seine "Erleutung durch das Licht der Wahrheit":
"Es war ein Ereignis, ähnlich dem, das einem Menschen wiederfahren würde, der mühsam nach einer falschen Zeichnung die Bedeutung eines Häufchens kleiner ungeordneter Marmorstückchen festzustellen suchte, und der plötzlich an einem großen Stück errät, daß es eine ganz andere Statue sein muß; er geht an die Zusammenstellung dieser neuen heran und sieht bei jedem Bruchstückchen, das mit allen seinen Biegungen zu den anderen paßt und mit ihnen ein Ganzes bildet, die Bestätigung seines Gedankens, während die Stücke vorher keinerlei Zusammengehörigkeit erkennen ließen."
(Leo N. Tolstoi - Mein Glaube)

Menschenverehrung

"Ich bitte, man wolle meines Namens geschweigen und sich nicht lutherisch, sondern Christen heißen. Was ist Luther? Ist doch die Lehre nicht mein. So bin ich auch für niemand gekreuzigt."
Martin Luther

"Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus! der andere aber: Ich zu Apollos! - seid ihr da nicht fleischlich? Wer ist den Paulus, und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat?"
Paulus (1.Kor 3,4.5)

Freitag, 29. Mai 2009

x-treme (guitar) missions #3/Fotos

























Die Fotos geben so ein bisschen die besondere Atmosphäre des Wochenendes wieder. Viele coole Teens, die zusammen gegessen, gebetet und gefeiert haben. Aber es ging nicht nur darum ein nettes Wochenende im vertrauten Kreis zu haben. An einem Nachmittag ging es raus in die Stadt um ein bisschen mehr Licht und Hoffnung (kurz: Jesus) auf die Straßen zu bringen. Die beiden die hier so am strahlen sind, predigen gerade zu den Menschen von Wesel. Hut ab:

Donnerstag, 28. Mai 2009

Es gibt Leute...

... die können etwas wirklich gut, und dann gibt es noch Leute die sind weltklasse in dem was sie machen.
Ach ja, dann gibt es auch noch Danny MacAskill. Er ist in einer ganz eigenen Liga. Unbedingt angucken:



Ehrfürchtig,
Ben

Grundschuldialog #4

Heute während der Pausenaufsicht stehe ich neben unserem Schulkirschbaum. Eine meiner Zweitklässlerinnen kommt auf mich zugelaufen und strahlt übers ganze Gesicht, als hätte sie Geburtstag.

Sie: Herr B. weisst du was? Ich hasse Kirschen! (Dabei nimmt das Strahlen noch zu)

Ich: Warum das denn?

Sie: Weiß nicht, ich mag auch keine Wurst.

Großartig,
Ben

Dienstag, 26. Mai 2009

Rockcafe Gig #3

Good News, Andreas (Leadsänger von Sixbatts, die zweite Band an dem Abend) hat noch einmal mit den Veranstaltern gesprochen und die haben ihr OK gegeben, dass wir unsere E-Gitarren mitnehmen. Jetzt doch nicht nur unplugged, juhu. Wir werden auf jeden rocken, manche Lieder schreien geradezu danach, und Sixbatts sind sowieso richtige Rocker:


Trotzdem werde ich meine Akustik mitnehmen, bin in den letzten Wochen wieder auf den Geschmack gekommen. Sie hat ihre ganz eigene Stimme, mmmhh. Passend dazu hab ich meine Dave Matthews Platten wieder ausgegraben, hab bei dem ganzen rocken schon fast vergessen wie schön das Singer/Songwriterzeug sein kann (Unbedingt DIESES Video ankucken).
Jeah, am 6.6. ist es soweit, ich zähle schon die Tage. Rocken wie Dave Matthews.

Montag, 25. Mai 2009

Mein Amp


Mein Amp hört auf den Namen Orange AD30TCC. Er hat 30 Watt Vollröhrenpower, und das ist sehr viel (Ich werde nie mehr brauchen). Er ist laut genug um eine mittelgroße Halle zu beschallen (obwohl er das nie brauchen wird, Verstärker werden heute mit einem Micro abgenommen) und klingt trotzdem immer schön warm und rotzig-glockig (Gitaristenadjektive müssen nicht für jeden Sinn machen). Hinter dem Vorhang sorgen zwei 12" V30-Lautsprecher für die Rockpower. An Reglern hat er nicht viele und das ist gut so. Zwei unabhängige Kanäle mit jeweils Gain, Bass, Middle, Treble und Master. Der Amp klingt sehr Britisch und hat den ganz eigenen Orangengeschmack mit nicht zu viel Gain und fetten Mitten.
Der erste Kanal geht etwas in Richtung Bluesbraker, sehr warm mit schöner Röhrenkomression und einem soliden Tiefmittenfundament (und trotzdem ist er noch immer wahnsinnig dynamisch). Er ist nie schrill und man spührt den Sound im Brustkorb wenn man ihn aufdreht (im Gegebsatz zu den vielen schrillen Amps die einem den Kopf spalten). Ich habe diesen Kanal auf Crunch eingestellt und kann ihn mit meinen Bodentretern zu einem fetten Solosound boosten.
Der zweite Kanal betohnt eher die hohen Mitten, er klingt ziemlich hart und tut schon etwas weh wenn er aufgedreht wird. Er ist noch etwas dynamischer als der erste. So etwa Richtung Vox AC30. Ich stelle ihn so ein, dass er einen klaren warmen Cleanton liefert, der schön kratzig wird wenn ich mit dem Stegpickup etwas härter in die Seiten haue. Besonders meine Paula liebt diesen Kanal (und die sind wirklich wählerisch mit Verstärkern).
Wie man an dem ganzen Gesülze merkt, bin ich ziemlich zufrieden mit dem Orange. Hab ihn jetzt fast drei Jahre und hab in der Zeit schon viele ander Amps ausprobiert, aber für mich ist er immer noch the State of Art. Klingt einfach geil, und natürlich sieht er auch gut aus:

x-treme (guitar) missions #2/ Mein Board

Bin zurück von x-treme (guitar) missions und es war geil. Jede Menge Teenies voller Tatendrang und ca. 6 Stunden Gitarre spielen am Tag. Live spielen ist das geilste, man probiert Sachen aus findet neue Sounds und verwirft alte Ideen aus dem Proberaum.
Ich hab die Fotos noch nicht bekommen, die werden nachgereicht, aber ich hab mal zu Hause ein paar Fotos von meinem Board geschossen (mit einer Handycam) und kann es an dieser Stelle einmal vorstellen. Nichtgitaristen finden das wahrscheinlich schrecklich langweilig, aber ich kann mir fast nichts interessanteres vorstellen. Ich liebe Effektpedale, sie machen mich glücklich.
Hier ist also mein Board in seiner ganzen Pracht:


Und ja, ich brauche das alles.

Hab noch ein paar Detailfotos gemacht, auf denen Man den Signalweg nachvollziehen kann.


Mein Signal geht also von der Gitarre (hab die Paula hier vorgestellt, die Strat und die Tele kommen noch) in mein Stimmgerät (Boss TU-2 (Das Weiße, es ist das wichtigste Pedal wenn man mit einer Band spielt)) > True Bypass Looper Send> Boss Limiter LM-2 > Digitech Whammy > Electro Harmonix POG > TC Electronics Tremolo > Boss TW-1 (AUto Wah) > True Bypass Looper Return. Ich kann also vom Limiter bis zum Auto Wah mit dem Looper komplett aus dem Effektweg nehmen. In dem Loop habe ich meine ganzen verrükt dramatischen Effekte, die verbiegen das Signal bis es kaum noch an eine Gitarre erinnert, und das finde ich geil.


Vom Looper gehts weiter in mein Dunlop Crybaby Wahwah (Wenn ich nur einen Effekt auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, wäre es mein Crybaby) > Boss Blues Driver BD-2 > Boss Equalizer GE-7 > Marshall Echohead Delay > Amp. Der schwarze Schalter ist um den Kanal in meinem Amp umzuschallten und passt ganz gut neben den Equalizer (den ich übrigens zum Soloboosten nehme).

Freitag, 15. Mai 2009

x-treme (guitar) missions

Am nächsten Wochenende bin ich auf einer Jugendkonferenz wo ein Freund von mir für die Musik verantwortlich ist. Ich werde für ihn E-Gitarre spielen und freu mich schon so richtig. Die Musik ist christlicher Lobpreis und geht stilistisch klar in Richtung Pop, aber mit den unterschiedlichsten Rock/Soul/Funk... Einflüssen. Die Lieder werden sehr lang gezogen (5 Lieder für 1,5 Stunden sind normal) und leben von ganz viel Dynamik. Die anderen Musiker sind sehr gut und es ist immer ein experimentelles Erlebnis, weil man am Anfang vom Song oft nicht weiß wo er hinführt. Ich hab mir schon ein riesiges Effektboard (Foto gibts demnächst) zusammengestellt, denn es macht richtig Spaß, während den langen Sessions mal an jedem Knopf zu drehen und zu kucken was passiert wenn man alle Effekte gleichzeitig anschaltet usw.

Einen Link zur Homepage der Veranstallter gibts hier

Und hier ein paar Fotos vom letzten mal:

Coole Teens ohne Ende

Mädels für Main und Background Vocals

Joe Satriani hat eingesehen, dass ein besserer Gitarrist im Haus ist und spielt demütig Keyboard.

Das ist meine Tele, die hängt ganz schön an mir.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Rockcafe Gig #2

Danke für die Frage, Robert. Hier ist die Adresse:

Rockcafe
Waldhof 15
33602 Mitte, Bielefeld

Und hier die Karte:

Dienstag, 12. Mai 2009

Gig in Aussicht

Freu mich wie ein Schnitzel, am sechsten Juni wird gegiggt. Die letzten paar Monate hab ich mit Eugen (der Gestreifte links unten) und einem Drummer ein Bandprojekt am laufen gehabt. Parallel dazu hatten Vicky und ich einen Singer-Songwriter-Gig der tierisch Spaß gemacht hat. Und jetzt hat ein Bekannter angefragt ob wir als zweite Band bei einem Gig dabei sein sein könnten. Und da es nur wenig Sachen gibt die so viel Spaß machen wie live zu spielen haben wir natürlich zugesagt, kurzer Hand beide Projekte zusammen gelegt, noch Valerie (Drummer) mit ins Boot geholt und tada:

Das ist unser aktuelles Bandprojekt, dem wir den Namen "Brush" gegeben haben (Hört sich geil an oder? "Kennst du den Song? Der is von Brush!" (Mmmmh, großartig)).
Der Gig ist am besagten sechsten Tag des sechsten Monats im Rockcafe in Bielefeld. Merkwürdigerweise bestehen die Veranstalter darauf das wir ohne E-Gitarre spielen, also unplugged (Rockcafe und unplugged?!?! (dann eher Folkcafe, aber naja)). Es gibt wohl Probleme mit den Anwohnern und scheinbar denken sich die Veranstalter, dass man eine E-Gitarre nur laut spielen kann (Vielleicht sind wir E-Gitaristen nicht ganz unschuldig an diesem Vorurteil).
Whatsoever, Akustik ist erstmal wieder ne Herausvorderung und giggen ist geil.

Großartig,
Ben

Montag, 4. Mai 2009

Schöpfungs- vs. Rettungsspiritualität

Ich bin in letzter Zeit mehrmals auf eine interessante Diskussion gestoßen, die etwas ausdrückt worüber ich schon länger nachdenke. Einmal in einem Vortrag von Brian McLaren (hab den Link leider nicht mehr) und dann in einem Vortrag von Siegfried Zimmer (hier der Link).
Siegfried Zimmer drückt es ganz passend aus, als den Unterschied von Schöpfungs- und Rettungsspiritualität. Ich habe diesen Unterschied auch schon vorher wahrgenommen und dafür Begriffe wie Emerging und Vintage verwendet (Ich weiß, Anglizismen - bin halt ein Kind meiner Zeit). Es geht um zwei verschiedene Arten Gott zu verstehen, die im besten Fall als zwei Seiten derselben Medaille gesehen werden. Im schlimmsten (und geläufigeren) Fall werden die beiden als Kontrapositionen betrachtet und gegeneinander ausgespielt.
Was ist gemeint? Die Schöpfungsspiritualität geht von der Schöpfung aus (surprise!). Gott ist der Schöpfer aller Menschen und deshalb sind wir alle Geschwister und haben einen gemeinsamen Nenner. Die Rettungsspiritualität dagegen geht von der Rettung aus, Gott ist Retter der (gefallenen) Menschen und macht alle die zu Geschwistern, die sich von ihm retten lassen. Die Schöpfungss. ist offener, sie geht davon aus das alle Menschen erst einmal gut und sogar göttlich sind. Die ganze Schöpfung hat ihren Ursprung in Gott und ist deshalb geistlich. Schöpfungsspirituelle Menschen fühlen sich Gott besonders in der Natur nah (z. B. bei einem Sonnenuntergang) oder auch unter anderen Menschen (In denen sie das Ebenbild Gottes sehen) oder auch in Kunst und Kultur (Der Mensch ist kreativ/schöpferisch (Das hat er von seinem Schöpfer)).
Bei Rettungsspirituellen Menschen ist das anders. Sie betonen den Sündenfall, der den Mensch von Gott trennte. Der Mensch ist gefallen und sündig,das sehen sie in dem vielen Bösen auf der Welt (Krieg, Gewalt usw.) und in sich selbst (Neid, Missgunst, Zorn,...). Gott muss den Menschen aus diesem Zustand retten, sonst ist er verloren. Diese Einstellung ist abgrenzend, zunächst von Gott (der mit Sünde nichts gemein hat). Wenn man gerettet ist, ist man von der Sünde getrennt, aber auch von nicht geretteten Menschen, die für die Rettungsspiritualität meist wenig bis kein Verständnis haben. Deshalb sind solche Menschen leider oft exklusiv und ausgrenzend. Sie fühlen sich Gott besonders nah, wenn sie die Sündenvergebung spüren. Viele haben ein dramatisches Bekehrungs/Rettungserlebnis. Der Fokus liegt auf Sünde, denn es gilt sie los zu werden. Kultur ist oft unwichtig bis schlecht, da sie ja von gefallenen Menschen geprägt ist. Sexualität ist oft ein Problem, sie gehört auch zur gefallenen Natur des Menschen. Oft haben solche Menschen ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Körper. Und so kämpfen sie gegen böse Begierden an und verurteilen leider oft andere Menschen, die ihrer Vorstellung von Sexualität nicht entsprechen.
Für Schöpfungss. Menschen dagegen ist Sexualität kein Problem, im Gegenteil, sie ist als Geschenk des Schöpfers gut und geistlich, so wie auch Gefühle im Allgemeinen. Überhaupt sind diesen Menschen wenig Schranken gesetzt, ausser wenn die eigene Freiheit die eines anderen einschränkt. Das soziale und gesellschaftliche Interesse ist groß, geht es doch darum die von Gott gegebene Schöpfung verantwortungsbewusst zu gestalten. Es geht darum, das die Menschen zu sich finden, zu dem wozu sie geschaffen sind.
Von der Rettungss. aus gesehen ist die Gesellschaft nicht so wichtig, es geht um die Ewigkeit. Für sie werden im irdischen Leben die Weichen gestellt. Der Mensche soll auch nicht zu sich selbst finden, er ist ja schlecht und soll sich verändern.

Diese zwei krassen Pole werden in der Bibel ganz schmerzlos miteinander verbunden. Die Authoren hatten kein Problem damit Gott sowohl als Schöpfer wie auch als Retter zu verstehen, im Gegensatz zu sehr vielen Gläubigen heute. Viele fallen in Extreme, wie schon teilweise beschrieben. Da gibt es die Fundamentalisten, die alles und jeden Verdammen. Und es gibt die Liberalen die so offen sind, dass sie überhaupt keine Meinung mehr haben.
Übrigens ist es für mich als Christ interessant zu beobachten, dass genaus die oben beschriebenen Arten von Spiritualität, in der selben Form, auch im Judentum und im Islam vorkommen (Vielleicht gibt es da noch weitere Religionen, aber davon habe ich keine Ahnung).
Jetzt geht es aber erst einmal darum, diese beiden Aspekte meines Glaubens in meinem Leben zu verbinden. Wie immer ist es nicht einfach, aber echt spannend und herausvordernd.

Großartig,
Ben