Freitag, 4. Februar 2011
Fair Trade? Fair Trade!
Jakobus 5,1-6 (Elberfelder Übersetzung)
Samstag, 6. November 2010
John Mark McMillan - "The Medicine" und die Geschichte von "How he loves us"
How He Loves : A Song Story from john mark mcmillan on Vimeo.
Und noch eins, "Death in his Grave":
Though the Earth Cried out for blood
Satisfied her hunger was
Her billows calmed on raging seas
for the souls on men she craved
Sun and moon from balcony
Turned their head in disbelief
Their precious Love would taste the sting
disfigured and disdained
On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke with keys
Of Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ
Laid death in his grave
So three days in darkness slept
The Morning Sun of righteousness
But rose to shame the throes of death
And over turn his rule
Now daughters and the sons of men
Would pay not their dues again
The debt of blood they owed was rent
When the day rolled a new
On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke holding keys
To Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ
Laid death in his grave
On Friday a thief
On Sunday a King
Laid down in grief
But awoke with keys
Of Hell on that day
The first born of the slain
The Man Jesus Christ
Laid death in his grave
He has cheated
Hell and seated
Us above the fall
In desperate places
He paid our wages
One time once and for all
Samstag, 24. Juli 2010
Oberflächlich?!
1. When I was in college (eons ago), during the Ethiopian famine, Tony Campolo came to our campus chapel to preach. He noticed that we had been collecting money for famine relief, but hadn't raked much in. He rattled off a statistic about how many children were dying each day of hunger. Then he said, "And you don't give a damn! Further, more of you care that I just said "damn" from the pulpit than about the dying children. That's sin. The alter is open for any who want to repent."
Michael Westmoreland-White
2.
Traurig,
Ben
Donnerstag, 3. Juni 2010
Birthday Party
Großartig,
Ben
Montag, 8. März 2010
Fr. Barron über religiöse Bummler und das moderne Gottesbild
Nachdenklich,
Ben
Donnerstag, 5. November 2009
makarios mak-ar'-ee-os - supremely blest; by extension fortunate, well off: - blessed...
... sind die Depressiven, denn Gott wird ihre Tränen abtrocknen.
... sind die Rücksichtsvollen, ihnen wird die Erde gehören.
... sind die, die sich nach Gerechtigkeit sehnen. Sie werden Gerechtigkeit sehen.
... sind die Mitfühlenden, denn man Gott fühlt mit ihnen.
... sind die, die ein reines Herz haben. Gott will mit ihnen Zeit verbringen.
... sind die Friedensstifter, sie werden Gottes Kinder genannt werden.
... sind die, die ausgelacht werden weil sie sich für Gerechtigkeit einsetzen. Ihnen gehört das Reich der Himmel.
Matthäus 5,3-10 (Frei übertragen aus allen möglichen Übersetzungen (Volxbibel bis King James;D))
Großartig,
Ben
Freitag, 16. Oktober 2009
Montag, 27. Juli 2009
Thomas von Kempen - Nachfolge Christi
Thomas von Kempen hat 1380 bis 1471 gelebt und war zunächst Priester und später Subprior (Vertreter vom Prior = Vorsteher) des Klosters Agnetenberg. Er schrieb das Buch "Nachfolge Christi" welches nach der Bibel das meistverbreitete Buch des Spätmittelalters war.Dieses Buch liegt zur Zeit auf meinem Nachttisch (eigentlich eher neben meinem Bett (hab keinen Nachttisch, aber sollte ich schreiben "dieses Buch liegt zur Zeit neben meinem Bett"?)). Es ist wie ein Andachtsbuch aufgeteilt und behandelt alle möglichen Themen des Christenlebens und auch des Klosters. Finde es echt spannend, wie zeitlos der Kern des christlichen Glaubens ist, manchmal vergisst man fast, dass der Author vor 500 Jahren gelebt hat. Und es werden Themen angesprochen, über die heute nicht mehr so viel gesprochen wird, wie z. B. Selbstverleugnung und Gottesfurcht.
Hier ein paar Zitate als Kostprobe:
"Es schadet nicht, bisweilen auf Widerspruch zu stoßen und ungünstig beurteilt zu werden, trotz unseres richtigen Vorgehens und unserer guten Absichten. Solches fördert die Demut und bewahrt vor Einbildung."
"Suche die Fehler und mannigfaltigen Schwächen anderer langmütig zu ertragen; denn auch du hast manches an dir, das anderen mißfällt.
Kannst du nicht einmal dich selbst nach Wunsch modeln, wie wolltest du es mit anderen tun?"
"Du mußt dir in manchen Dingen Gewalt antun lernen, wenn du mit anderen in Frieden und Eintracht auskommen willst."
"Viel lesen und hören ekelt mich häufig an: du enthält alles, was mein Herz verlangt.
Verstummen sollen alle Lehrer (;D), stillschweigen vor deinem Angesicht alle Geschöpfe."
Großartig,
Ben
Donnerstag, 18. Juni 2009
Burdens into Song
Zum selberlesen bitte hier klicken.
Samstag, 30. Mai 2009
Mein Glaube
Mein Glaube an Jesus Christus bleibt Glaube, so lange ich auf dieser Erde lebe. Ich kann ihn niemandem beweisen, noch nicht einmal mir selbst. Und auch wenn das, was ich durch diesen Glauben erlebe, das Tiefste und Grundlegenste in meinem Leben ist, so kann ich es doch niemals festhalten. Der Glaube macht nicht immer Sinn, aber durch ihn macht alles andere Sinn. Ich könnte nicht ohne ihn Leben, das Leben wäre viel zu grausam und sinnlos.Leo N. Tolstoi über seine "Erleutung durch das Licht der Wahrheit":
"Es war ein Ereignis, ähnlich dem, das einem Menschen wiederfahren würde, der mühsam nach einer falschen Zeichnung die Bedeutung eines Häufchens kleiner ungeordneter Marmorstückchen festzustellen suchte, und der plötzlich an einem großen Stück errät, daß es eine ganz andere Statue sein muß; er geht an die Zusammenstellung dieser neuen heran und sieht bei jedem Bruchstückchen, das mit allen seinen Biegungen zu den anderen paßt und mit ihnen ein Ganzes bildet, die Bestätigung seines Gedankens, während die Stücke vorher keinerlei Zusammengehörigkeit erkennen ließen."
(Leo N. Tolstoi - Mein Glaube)
Menschenverehrung
"Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus! der andere aber: Ich zu Apollos! - seid ihr da nicht fleischlich? Wer ist den Paulus, und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat?"
Paulus (1.Kor 3,4.5)
Montag, 4. Mai 2009
Schöpfungs- vs. Rettungsspiritualität
Ich bin in letzter Zeit mehrmals auf eine interessante Diskussion gestoßen, die etwas ausdrückt worüber ich schon länger nachdenke. Einmal in einem Vortrag von Brian McLaren (hab den Link leider nicht mehr) und dann in einem Vortrag von Siegfried Zimmer (hier der Link).Siegfried Zimmer drückt es ganz passend aus, als den Unterschied von Schöpfungs- und Rettungsspiritualität. Ich habe diesen Unterschied auch schon vorher wahrgenommen und dafür Begriffe wie Emerging und Vintage verwendet (Ich weiß, Anglizismen - bin halt ein Kind meiner Zeit). Es geht um zwei verschiedene Arten Gott zu verstehen, die im besten Fall als zwei Seiten derselben Medaille gesehen werden. Im schlimmsten (und geläufigeren) Fall werden die beiden als Kontrapositionen betrachtet und gegeneinander ausgespielt.
Was ist gemeint? Die Schöpfungsspiritualität geht von der Schöpfung aus (surprise!). Gott ist der Schöpfer aller Menschen und deshalb sind wir alle Geschwister und haben einen gemeinsamen Nenner. Die Rettungsspiritualität dagegen geht von der Rettung aus, Gott ist Retter der (gefallenen) Menschen und macht alle die zu Geschwistern, die sich von ihm retten lassen. Die Schöpfungss. ist offener, sie geht davon aus das alle Menschen erst einmal gut und sogar göttlich sind. Die ganze Schöpfung hat ihren Ursprung in Gott und ist deshalb geistlich. Schöpfungsspirituelle Menschen fühlen sich Gott besonders in der Natur nah (z. B. bei einem Sonnenuntergang) oder auch unter anderen Menschen (In denen sie das Ebenbild Gottes sehen) oder auch in Kunst und Kultur (Der Mensch ist kreativ/schöpferisch (Das hat er von seinem Schöpfer)).
Bei Rettungsspirituellen Menschen ist das anders. Sie betonen den Sündenfall, der den Mensch von Gott trennte. Der Mensch ist gefallen und sündig,das sehen sie in dem vielen Bösen auf der Welt (Krieg, Gewalt usw.) und in sich selbst (Neid, Missgunst, Zorn,...). Gott muss den Menschen aus diesem Zustand retten, sonst ist er verloren. Diese Einstellung ist abgrenzend, zunächst von Gott (der mit Sünde nichts gemein hat). Wenn man gerettet ist, ist man von der Sünde getrennt, aber auch von nicht geretteten Menschen, die für die Rettungsspiritualität meist wenig bis kein Verständnis haben. Deshalb sind solche Menschen leider oft exklusiv und ausgrenzend. Sie fühlen sich Gott besonders nah, wenn sie die Sündenvergebung spüren. Viele haben ein dramatisches Bekehrungs/Rettungserlebnis. Der Fokus liegt auf Sünde, denn es gilt sie los zu werden. Kultur ist oft unwichtig bis schlecht, da sie ja von gefallenen Menschen geprägt ist. Sexualität ist oft ein Problem, sie gehört auch zur gefallenen Natur des Menschen. Oft haben solche Menschen ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Körper. Und so kämpfen sie gegen böse Begierden an und verurteilen leider oft andere Menschen, die ihrer Vorstellung von Sexualität nicht entsprechen.
Für Schöpfungss. Menschen dagegen ist Sexualität kein Problem, im Gegenteil, sie ist als Geschenk des Schöpfers gut und geistlich, so wie auch Gefühle im Allgemeinen. Überhaupt sind diesen Menschen wenig Schranken gesetzt, ausser wenn die eigene Freiheit die eines anderen einschränkt. Das soziale und gesellschaftliche Interesse ist groß, geht es doch darum die von Gott gegebene Schöpfung verantwortungsbewusst zu gestalten. Es geht darum, das die Menschen zu sich finden, zu dem wozu sie geschaffen sind.
Von der Rettungss. aus gesehen ist die Gesellschaft nicht so wichtig, es geht um die Ewigkeit. Für sie werden im irdischen Leben die Weichen gestellt. Der Mensche soll auch nicht zu sich selbst finden, er ist ja schlecht und soll sich verändern.
Diese zwei krassen Pole werden in der Bibel ganz schmerzlos miteinander verbunden. Die Authoren hatten kein Problem damit Gott sowohl als Schöpfer wie auch als Retter zu verstehen, im Gegensatz zu sehr vielen Gläubigen heute. Viele fallen in Extreme, wie schon teilweise beschrieben. Da gibt es die Fundamentalisten, die alles und jeden Verdammen. Und es gibt die Liberalen die so offen sind, dass sie überhaupt keine Meinung mehr haben.
Übrigens ist es für mich als Christ interessant zu beobachten, dass genaus die oben beschriebenen Arten von Spiritualität, in der selben Form, auch im Judentum und im Islam vorkommen (Vielleicht gibt es da noch weitere Religionen, aber davon habe ich keine Ahnung).
Jetzt geht es aber erst einmal darum, diese beiden Aspekte meines Glaubens in meinem Leben zu verbinden. Wie immer ist es nicht einfach, aber echt spannend und herausvordernd.
Großartig,
Ben
Donnerstag, 16. April 2009
Verändere mich ein kleines bisschen
Menschen mit einem großen Herzen haben mich schon immer beeindruckt und inspiriert. Leute, die einfach jeden an- und ernst nehmen und die niemanden runtermachen müssen um sich besser zu fühlen, die aber trotzdem eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten. Leute die brutal ehrlich sind und trotzdem jeden respektieren. So habe ich mir immer Jesus vorgestellt und so will ich auch sein. Das ist schon superlang mein Gebet gewesen. Das Problem ist nur, dass ich die ganze Zeit auf eine Erfahrung warte, die mich in einem Augenblick verwandelt. Diese Erfahrung muss schnell und gründlich (und emotional) sein, und am besten vollkommen übernatürlich, so dass ich im Moment danach ein gänzlich anderer Mensch bin. Es muss so sein wie bei Paulus, spektakulär. Er wird vom Pferd gerissen, hört die Stimme aus dem Himmel und sieht das Licht. Er ist nie wieder der selbe.Tja, so sitz ich also hier und warte, und die Erfahrung ist immer noch nicht in Sicht. Manchmal mache ich ja auch spirituelle Erfahrungen (hat bei mir meistens was mit Musik oder Natur oder Beziehungen zu tun), und ich denke "Das ist es!", aber am nächsten Tag, wenn die Euphorie abklingt, bin ich dann nur wenig bis gar nicht verändert.
Doch da kommt mir auf einmal ein neuer Gedanke, ein neues Gebet: "Jesus, verändere mich ein kleines bisschen! Ich will nur ein bisschen offenherziger heute werden, vieleicht kann ich ein kleines bisschen netter zu meiner Familie sein. Und wenn das klappt dann ist das schon Grund zum feiern." Wow, von diesem Gebet bin ich richtig geflasht.
Wenn ich so zurückdenke, dann hat sich bei mir schon so einiges getan, aber die großen Veränderungen sind meist nur die Summe von vielen Kleinen. Und überhaupt, jeden Tag ein kleines bisschen weiter zu kommen und das zu feiern ist doch viel schöner als jede Woche ein neuer Mensch zu sein (und auch nicht so verwirrend für meine Mitmenschen). Paulus hatte ja auch nach seiner Jesusbegegnung erst mal 14 (oder waren es 16) Jahre Wüste, in denen er und Jesus gemeinsam an seinem Charakter gearbeitet haben. Aber weil diese Jahre nicht in allen Einzelheiten in der Bibel beschrieben sind (Wäre wahrscheinlich sehr langweilig, und das Buch ist eh schon dick genug) bekommt man den (falschen) Eindruck, dass sein Leben nur aus Extremerfahrungen bestand.
Jeden Tag das Herz ein kleines bisschen weiten und sich darüber freuen, das klingt doch nach einem zufriedenen Leben.
Donnerstag, 19. März 2009
Der kleine Pharisäertest #1
Habe neulich in meiner Kirche eine Predigt zu diesem Thema gehalten. Das meiste habe ich von den Predigten von Zac Poonen übernommen (http://www.cfcindia.com/web/mainpages/topical_bible_study.php). Er hat in einer Predigtreihe 50 Charakteristika von Pharisäern gesammelt, ich habe mir meine Top 10 herausgepickt, ein paar eigene Gedanken hinzugefügt und das Ganze den "kleinen Pharisäertest" genannt.
Natürlich geht es dabei nicht darum irgendwelche religiösen Gruppen
abzuwerten, sondern vielmehr darum sich selbst unter bestimmten Aspekten zu überprüfen. Es ist interessant, dass Jesus die meisten und heftigsten Konflikte mit den religiösesten Menschen seiner Zeit hatte. Er entlarvte die Heuchelei, die oft hinter einer frommen Fassade steckt. Das hat die Frommen soweit getrieben, dass sie ihn schliesslich in einem Showprozess, ohne rechtliche Grundlage, hinrichten ließen.
Ich glaube, dass es auch heute noch die religiösen Menschen (mich eingeschlossen) sind, die Jesus (und anderen) das Leben schwer machen. Deshalb ist der Test gerade etwas für diese Menschen.
Und nun die ersten zwei Charakteristika:
1. Ein Pharisäer schaut auf andere herab
"Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst also: O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner." Lukas 18,9-14
Religiöse Menschen strengen sich meistens furchtbar an um „gut, moralisch, fromm, biblisch, ...“ zu sein, und darauf sind sie stolz. Und wenn du jetzt denkst: „Was für ein arroganter Typ, ich würde so etwas nie sagen!“, dann trifft das erste Merkmal auch auf dich zu.
2. Ein Pharisäer vermutet das Schlimmste bei anderen
Jesus befreite viele Menschen von okkulten Kräften, er hatte viel Einfluss. Die Pharisäer fanden hierfür schnell eine Erklärung: "Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!" Matthäus 12, 24
Niemals ist ein Mensch mit einem reineren Herzen über diese Erde gegangen, aber die religiösen Führer unterstellen ihm öffentlich die allerschlimmsten Motive ohne sich tiefgehend mit ihm auseinandergesetzt zu haben. Sie müssen alles beurteilen und können nicht eingestehen, wenn sie etwas nicht wissen.
Fortsetzung folgt ...
Montag, 16. März 2009
Walt Whitman und König David
"...Knowing the perfect fitness and equanimity of things, while they discuss I am silent, and go bathe and admire myself.
Welcome is every organ and attribute of me, and of any man hearty and clean,
Not an inch nor a particle of an inch is vile, and none shall be
less familiar than the rest."
Walt Whitman - Song of Myself
"For thou hast possessed my reins: thou hast covered me in my mother's womb.
I will praise thee; for I am fearfully and wonderfully made: marvellous are thy works; and that my soul knoweth right well."
David (Jüdischer König) - Psalm 139,13.14
In meinem ersten Semester habe ich einen American Literature Kurs belegt. Natürlich wurde Walt Whitman besprochen und natürlich habe ich alles wieder vergessen, bis jetzt. Meine Freundin schreibt zur Zeit eine Hausarbeit über Walt Whitmans "Song of Myself" und ihre Begeisterung steckt sogar einen Literaturmuffel wie mich an. Was sofort hervorsticht ist Whitmans Faszination von sich selbst. Im "Song of Myself" wird er nicht müde, sich selbst in 40 Strophen zu bewundern. Anfangs hat mich das abgestoßen, weil ich es als eingebildet empfand, aber je mehr ich darüber nachdenke desto mehr mag ich dieses Werk. Beim Lesen wird man angesteckt, es wirkt geradezu berauschend. Man ist fasziniert von sich selbst, halt "Song of Myself".
Das hat mich an den König David aus der Bibel erinnert. In dem zitierten Psalm preist er Gott dafür, dass er ihn so überaus gut gemacht hat. Fearfully, wonderfully und marvellous sind die Adjektive, mit denen er sich selbst beschreibt. Ich kann mir richtig vorstellen, wie er vor dem Spiegel post und sich selber so richtig toll findet.
Diese Gedanken faszinieren mich total, und meine anfängliche Skepsis hat sich aufgelöst. Man macht andere ja nicht schlecht, wenn man von sich selbst begeistert ist. Im Gegenteil, man hat es gar nicht nötig andere niederzumachen um selbst gut darzustehen. Man ist überhaupt erst in der Lage andere zu lieben, wenn man sich selbst liebt.
Hierzu noch ein Bibelzitat (Sorry, ich habe nur diese alte, englische (und kostenlose) Übersetzung auf meinem Rechner):
"Thou shalt love thy neighbour as thyself." Jesus - Matthäus 19,19
