Montag, 30. März 2009

Was für ein Wochenende

Es ging schon am Tag davor(Freitag) los, da hatten doch Mariah Carey und Quentin Tarantino Geburtstag (ratet mal wer älter ist...), und der Herr Tarantino hat in seinen 46 Jahren doch schon einiges geschafft (Unter anderem ein Auftritt in Itchy & Scratchy, siehe Foto links). Deshalb wünsche ich ihm einen herzlichen Glückwunsch.

Was mich aber mehr beschäfftigt hat war mein Mathebesuch. Wer Lehrer wird oder ist, oder solche Menschen kennt weiß was das ist. Von Zeit zu Zeit kommen Seminarleiterinnen in meinen Unterricht, gucken sich alles genau an, und nehmen mich danach auseinander (Na ja, meine EnglischSL ist eigentlich sehr nett und konstruktiv, aber die MatheSL ist ziemlich hart). Und so war am Freitag Morgen das große Zittern angesagt. Sogar meine Schüler waren aufgeregt. Doch dann kam alles anders, die Stunde verlief sehr gut und in der Nachbesprechung wurde ich dicke gelobt. Wow, das Leben ist schön.

Am Samstag gings dann direkt weiter, die französische Schulpflicht wurde 127 und meine Freundin hatte auch Geburtstag. Leider wurde sie genau am Samstag krank und war den ganzen Tag ziemlich fertig. Die Arme, dabei liebt sie Geburtstage über alles.

Am Sonntag wurde Terence Hill 70!!! Wow, wusste ja das er nicht mehr der Jüngste ist, aber SO ALT... Er war einer der Helden meiner Kindheit, die Filme mit Bud Spencer (der übrigens nochmal 10 Jahre älter ist) aber auch seine Solokariere (u. a. als Serien Lucky Luke) bleiben unvergessen.
Aber an dem Sonntag war mir das egal, ich hab ausgeschlafen und dann noch ein bisschen weitergeschlafen ...


Ach ja, ich hab übrigens herausgefunden, dass man bei Wikipedia auch das Datum eines bestimmten Tages recherchieren kann. Unglaublich interessant wer heut alles Geburtstag hat.

Freitag, 20. März 2009

Grundschuldialog

Heute in der Schule:

Drei Erstklässlerinnen spielen Familie, die kleinste spielt das kranke Kind. Die andere (sie spielt die Mama) nimmt sie auf den Schoß und sagt: "Ich hab die Kleine richtig ins Herz geschlossen."

Grundschule ist cool.

Youtubehelden

Klar, es gibt ne Menge Mistvideos, aber immer mal wieder entdeckt man Menschen die unglaublich kreativ sind.
Dieses Video ist von Kutiman aus Israel, er samplet Youtube-Videos zu einem Song zusammen. Hier ist sein Channel www.youtube.com/user/kutiman
Unglaublich gut, kann nicht aufhören zu grinsen. Aber seht selbst:

The mother of all funk chords:

Donnerstag, 19. März 2009

Mein Babe

Ich hab sie vor ein paar Wochen gekauft und bin immer noch in der es-gibt-keine-andere-für-mich-Phase.
Sie ist eine japanische Les Paul Kopie aus den frühen 70gern und klingt wirklich sehr gut. So richtig dick und cremig, genauso wie eine Paula klingen muss. Ausserdem sieht sie dazu noch wahnsinnig gut aus:





Besonders die Kopfplatte gefällt mir. Sie ist oben so schön geschwungen, das erinnert mich immer an diese alten Bartender Frisuren (Ist auf den Fotos leider nicht so gut erkennbar).

















Ich hab noch ein paar andere Gitarren, vielleicht stell ich die mal bei Gelegenheit vor, aber im Moment gibt es nur eine...

Der kleine Pharisäertest #1

Habe neulich in meiner Kirche eine Predigt zu diesem Thema gehalten. Das meiste habe ich von den Predigten von Zac Poonen übernommen (http://www.cfcindia.com/web/mainpages/topical_bible_study.php). Er hat in einer Predigtreihe 50 Charakteristika von Pharisäern gesammelt, ich habe mir meine Top 10 herausgepickt, ein paar eigene Gedanken hinzugefügt und das Ganze den "kleinen Pharisäertest" genannt.
Natürlich geht es dabei nicht darum irgendwelche religiösen Gruppen abzuwerten, sondern vielmehr darum sich selbst unter bestimmten Aspekten zu überprüfen. Es ist interessant, dass Jesus die meisten und heftigsten Konflikte mit den religiösesten Menschen seiner Zeit hatte. Er entlarvte die Heuchelei, die oft hinter einer frommen Fassade steckt. Das hat die Frommen soweit getrieben, dass sie ihn schliesslich in einem Showprozess, ohne rechtliche Grundlage, hinrichten ließen.

Ich glaube, dass es auch heute noch die religiösen Menschen (mich eingeschlossen) sind, die Jesus (und anderen) das Leben schwer machen. Deshalb ist der Test gerade etwas für diese Menschen.


Und nun die ersten zwei Charakteristika:

1. Ein Pharisäer schaut auf andere herab
"Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst also: O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner." Lukas 18,9-14

Religiöse Menschen strengen sich meistens furchtbar an um „gut, moralisch, fromm, biblisch, ...“ zu sein, und darauf sind sie stolz. Und wenn du jetzt denkst: „Was für ein arroganter Typ, ich würde so etwas nie sagen!“, dann trifft das erste Merkmal auch auf dich zu.


2. Ein Pharisäer vermutet das Schlimmste bei anderen

Jesus befreite viele Menschen von okkulten Kräften, er hatte viel Einfluss. Die Pharisäer fanden hierfür schnell eine Erklärung: "Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!" Matthäus 12, 24

Niemals ist ein Mensch mit einem reineren Herzen über diese Erde gegangen, aber die religiösen Führer unterstellen ihm öffentlich die allerschlimmsten Motive ohne sich tiefgehend mit ihm auseinandergesetzt zu haben. Sie müssen alles beurteilen und können nicht eingestehen, wenn sie etwas nicht wissen.


Fortsetzung folgt ...

Montag, 16. März 2009

Walt Whitman und König David

"...Knowing the perfect fitness and equanimity of things, while they discuss I am silent, and go bathe and admire myself.


Welcome is every organ and attribute of me, and of any man hearty and clean,

Not an inch nor a particle of an inch is vile, and none shall be
less familiar than the rest."

Walt Whitman - Song of Myself


"For thou hast possessed my reins: thou hast covered me in my mother's womb.

I will praise thee; for I am fearfully and wonderfully made: marvellous are thy works; and that my soul knoweth right well."

David (Jüdischer König) - Psalm 139,13.14


In meinem ersten Semester habe ich einen American Literature Kurs belegt. Natürlich wurde Walt Whitman besprochen und natürlich habe ich alles wieder vergessen, bis jetzt. Meine Freundin schreibt zur Zeit eine Hausarbeit über Walt Whitmans "Song of Myself" und ihre Begeisterung steckt sogar einen Literaturmuffel wie mich an. Was sofort hervorsticht ist Whitmans Faszination von sich selbst. Im "Song of Myself" wird er nicht müde, sich selbst in 40 Strophen zu bewundern. Anfangs hat mich das abgestoßen, weil ich es als eingebildet empfand, aber je mehr ich darüber nachdenke desto mehr mag ich dieses Werk. Beim Lesen wird man angesteckt, es wirkt geradezu berauschend. Man ist fasziniert von sich selbst, halt "Song of Myself".

Das hat mich an den König David aus der Bibel erinnert. In dem zitierten Psalm preist er Gott dafür, dass er ihn so überaus gut gemacht hat. Fearfully, wonderfully und marvellous sind die Adjektive, mit denen er sich selbst beschreibt. Ich kann mir richtig vorstellen, wie er vor dem Spiegel post und sich selber so richtig toll findet.

Diese Gedanken faszinieren mich total, und meine anfängliche Skepsis hat sich aufgelöst. Man macht andere ja nicht schlecht, wenn man von sich selbst begeistert ist. Im Gegenteil, man hat es gar nicht nötig andere niederzumachen um selbst gut darzustehen. Man ist überhaupt erst in der Lage andere zu lieben, wenn man sich selbst liebt.

Hierzu noch ein Bibelzitat (Sorry, ich habe nur diese alte, englische (und kostenlose) Übersetzung auf meinem Rechner):

"Thou shalt love thy neighbour as thyself." Jesus - Matthäus 19,19

Mein Fazit: Was für Walt Whitman und König David gut ist, kann mir nicht schaden.Es ist an der Zeit mich neu in mich selbst zu verlieben.

Mittwoch, 11. März 2009

Floyd McClung - What is Church



Ich teile alles was Floyd McClung in diesem Video über Gemeinde sagt und könnte es selbst nicht besser ausdrücken. Er gibt nicht alle Antworten, aber trotzdem (oder sogar deswegen) bringt er es auf den Punkt, denn eine gute Frage ist besser als 10 platte Antworten.

Tom Morello - Road I must travel



Tom Morello ist einer meiner absoluten Lieblingsgitarristen und dazu noch ein richtiger Rebell. Dies ist einer der besten Songs von seinem Nightwatchman Projekt.
Ich bin auf dem Rebellentrip. Denke zur Zeit viel über unsere Gesellschaft, Religion und all solche Systeme nach. Frage mich was Gerechtigkeit ist.

Hier sind zwei Zitate die es auf den Punkt bringen

„Political language is designed to make lies sound truthful and murder respectable, and to give an appearance of solidity to pure wind.“
George Orwell

“Religion is an insult to human dignity. With or without it you would have good people doing good things and evil people doing evil things. But for good people to do evil things, that takes religion.”

Steven Weinberg

Der obligatorische erste Post (einer muss ja der erste sein)

Ich starte einen Blog:
Es ist mitten in der Nacht und ich kann nicht schlafen und irgendwie habe ich Lust einen Blog zu starten, obwohl der große Blogboom in meinem Freundeskreis schon vorbei ist. Oder vielleicht gerade deswegen. Einen Blog zu starten wenn jeder einen startet, das macht doch jeder.
Was mir an guten Blogs gefällt, ist dieser Dokumentationscharakter. Man hat seine kleine Geschichte ein stückweit festgehalten.

Was werde ich reinschreiben:
Natürlich alles was mir länger als 5 min im Kopf rumschwirrt. Das wird vermutlich zu 90 Prozent entweder meine Gitarre oder mein Glaube sein (Meine beiden großen G's).

Was werde ich hier nicht reinschreiben:
Allzu persönliches - Mag diesen Talkshowcharakter mancher Blogs gar nicht.
Endlose Texte - Will ich gar nicht schreiben, und reinkopieren sowieso nicht (Es soll ja Leute geben die so etwas machen)
Smilies - Ich kann Smilies nicht ab.

War doch gar nicht so schwer, mein erster Post.